Corona als Brennglas

Corona als Brennglas 

Die Corona-Zeit gibt reichlich Gelegenheit, das Geschehen in der unmittelbaren Umgebung, bei Klienten wie auch in Politik und Gesellschaft zu beobachten und über Wahrnehmungen zu reflektieren.

Wäre der Anlass nicht so folgenreich, dramatisch und für viele unmittelbar Betroffenen nicht so tragisch und existenzbedrohend, so könnte das Geschehen als großes Experiment, wenn auch am offenen Herzen, gesehen werden. Legt die Krise doch nicht nur erbarmungslos offen, welche Spannungsfelder und Verwerfungen schon längst mehr oder weniger sichtbar vorhanden sind, so zeigt sie genauso auch konstruktive und gestalterische Trends. Sichtbar sowie erlebbar werden hochdynamische und widersprüchliche Prozesse und Parallelitäten. Sie eignen sich auch als Wahrnehmungs- und Lernfelder für die bewusste Gestaltung des Zusammenlebens in unserer menschlichen Gesellschaft genauso wie für die Gestaltung von Organisationen.

Vor diesem Hintergrund bieten sich genügend Ansätze zur Reflektion und zum Entdecken von Parallelitäten zwischen dem „Geschehen im Großen“ mit Veränderungsprozessen in Unternehmen. Beim Verfolgen der Nachrichten fühlte ich mich an verschiedene Erlebnisse aus der Prozessbegleitung und Organisationsentwicklung erinnert.

Diese Gedanken sollen hier in einer losen Beitragsfolge ohne Anspruch auf Vollständigkeit und tiefgründige Einordnung in theoretische Modelle geteilt werden.

Corona als Brennglas – Teil 1